01 DIE GSW SIGMARINGEN

„Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen stellen auch eine starke und flexible Gesellschaft wie die GSW vor eine große Herausforderung, guten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Roy Lilienthal, Geschäftsführer

„Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen stellen auch eine starke und flexible Gesellschaft wie die GSW vor eine große Herausforderung, guten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Roy Lilienthal, Geschäftsführer

1.1 Vorwort

Liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner,
liebe Leserinnen und Leser, 


vor 75 Jahren riefen die drei Kriegsopferverbände Baden-Württembergs in Sigmaringen mit der Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Südwürttemberg-Hohenzollern GmbH eine Selbsthilfeeinrichtung ins Leben, um mit gutem und bezahlbarem Wohnraum die katastrophale Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland zu bekämpfen. 


Aus den drei Verbänden wurde 1955 der VdK-Landesverband Baden-Württemberg e. V. und aus der Selbsthilfeeinrichtung die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Baden-Württemberg GmbH als hundertprozentige Tochter. Die Anfänge waren schwierig. Es galt, so schnell wie möglich mit einem Minimum an finanziellen Mitteln und Material ein Maximum an Wohnraum zu schaffen – Größe und Komfort waren nicht entscheidend. Zu diesem Zweck spendeten und sammelten VdK-Mitglieder Gelder, Städte und Gemeinden stellten Grundstücke und manchmal auch Baumaterial zur Verfügung. Dank dieses gemeinschaftlichen Kraftakts konnte die GSW bereits sechs Jahre nach ihrer Gründung 2.000 Wohnungen errichten und vermieten. Sie leistete damit einen vorbildlichen sozialgesellschaftlichen Beitrag zum Aufbau der jungen Bundesrepublik. „Wohnungsbau im Dienste am Menschen“ heißt das Handlungsprinzip, dem sich die GSW noch heute verpflichtet fühlt. 


75 Jahre nach ihrer Gründung, im Jubiläumsjahr 2024, wird dieses Handlungsprinzip auf eine harte Probe gestellt. Heute besteht die Herausforderung nicht nur darin, die hohe Nachfrage nach guten und bezahlbaren Wohnungen zu bedienen, sei es durch Neubau oder Modernisierung. Sondern auch darin, die Anforderungen des Klimawandels und des demografischen Wandels zu erfüllen. Gleichzeitig sieht sich die GSW wie überhaupt die gesamte Wohnungswirtschaft mit einer toxischen Mischung aus hohen Baukosten und Zinsen und nicht zuletzt politischer Unfähigkeit und Fehlentscheidungen konfrontiert. Halbherzige, wenig zielführende oder sogar kontraproduktive Maßnahmen wie unzureichende Förderprogramme, restriktive gesetzliche Vorgaben und zu hohe Baustandards haben dazu geführt, dass sich die Wohnungs- und Bauwirtschaft mittlerweile im freien Fall befindet. Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen ist es auch für eine starke und flexible Gesellschaft wie die GSW kaum noch möglich, guten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wie sehr die Wohnungswirtschaft unter Druck steht, ist ein Schwerpunkt dieses Geschäftsberichts.

Vor diesem Hintergrund möchte ich aus der ersten Gesellschafterversammlung der GSW vom 27.06.1945 den damaligen Geschäftsführer der GSW, Herrn Willi R. Schmidt-Schweda, zitieren:


„Meine Kameraden!

In Zeiten des Hungers erzählte man uns von Kalorien und von Vitaminen und immer wieder von Vitaminen und Kalorien, solange bis die notleidenden Menschen riefen: „Wir wollen keine Kalorien mehr und auch keine Vitamine – wir wollen endlich einmal etwas zu essen haben.“ Und heute im Zeichen der Wohnungsnot haben wir genug gehört von Bauprogrammen und Finanzierungsplänen. Nun wollen die Menschen keine Programme und keine Pläne mehr, sie wollen endlich Wohnungen!“


Auch heute haben die Bürgerinnen und Bürger genug von den Programmen und Plänen unserer Regierenden gehört – sie wollen endlich mehr bezahlbare Wohnungen!


Hierfür brauchen wir dringend und schnell ein umfassendes Konjunkturprogramm für den sozialen Wohnungsbau, Vorschläge dafür liegen auf dem Tisch. Denn es geht nicht nur um die Existenz von Unternehmen und wirtschaftliche Stabilität. Der Bau von bezahlbarem Wohnraum ist vor allem eine soziale Frage. Sie nicht mutig und konsequent anzugehen, bedeutet die Marginalisierung von Bevölkerungsschichten und einen weiteren Vertrauensverlust der Menschen in die Politik.


Die Lage ist dramatisch, aber nicht hoffnungslos und resignieren keine Option. Unsere Gesellschaft wird weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz schwieriger Umstände alles tun, um ihren Auftrag zu erfüllen. Ich bin froh und dankbar, mich dabei auf unsere engagierten und kompetenten Mitarbeiter*innen verlassen zu können, denen ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank ausspreche. Im Schulterschluss mit unserem Gesellschafter, dem Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V., werden wir auch die zukünftigen Herausforderungen meistern, da bin ich sicher.


Und jetzt wünsche ich Ihnen eine anregende und informative Lektüre.



Ihr

Roy Lilienthal

Geschäftsführer


1.2 Das Unternehmen

Die GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH

Wohnungsbau im Dienste am Menschen – seit 75 Jahren


Die Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH (GSW) mit Sitz in Sigmaringen gehört zu den namhaften Wohnungsunternehmen in Baden-Württemberg: erfolgreich in der Wohnungsbewirtschaftung, mit hoher immobilienwirtschaftlicher Kompetenz und Innovationskraft. Dabei hat die GSW als hundertprozentige Tochter des Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V. nie ihren ursprünglichen Auftrag aus den Augen verloren: den Menschen guten und vor allem bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. 2024 feiert die GSW ihr 75-jähriges Bestehen.  

Gegründet wurde die GSW am 25. Juni 1949 von den drei damaligen Kriegsopferverbänden. Als Selbsthilfeeinrichtung sollte sie angesichts der katastrophalen Wohnungsnot nach Ende des Zweiten Weltkrieges den vielen obdachlosen und geflüchteten Menschen ein neues Zuhausegeben. 1955 schlossen sich die drei Verbände zum Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V. zusammen, der bis heute alleiniger Gesellschafter des Unternehmens ist.


Bereits 1950 wurden die ersten Häuser durch großes Engagement fertiggestellt, fünf Jahre später konnte die GSW die zweitausendste Wohnung an ihre Mieterinnen und Mieter übergeben. In den darauffolgenden Jahrzehnten erschloss sich die GSW angesichts permanenter struktureller Veränderungen am Markt neue Geschäftsfelder wie zum Beispiel Stadtsanierung und Stadtbildgestaltung, Gewerbe- und Industriebau, Erschließung von Bauland sowie Errichtung von Pflegeheimen, Seniorenresidenzen und Studentenheimen. Aktuell zählen mehr als 4.500 Wohnungen, Pflegewohn- und Pflegeplätze zum Bestand.

Auch überregional tätig

Heute überzeugt die GSW am Markt als modernes und erfolgreiches Wohnungs- und Immobilienunternehmen, als Immobilienverwalter und Bauträger mit großer Innovationsbereitschaft bei der Realisierung neuer Wohnkonzepte und beim Einsatz fortschrittlicher Technologien. Davon zeugen Projekte nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in Bayern, Berlin und Sachsen-Anhalt, wo die GSW sich ebenfalls längst einen Namen gemacht hat. „Bauen, wie Menschen wohnen wollen“, heißt nach wie vor eine der Devisen des Unternehmens.


Prägende traditionelle Werte 

Durch die enge Verbindung zum Sozialverband VdK sind es nach wie vor traditionelle Werte wie Solidarität, Fairness und Menschlichkeit, welche die tägliche Arbeit der Gesellschaft prägen – getreu ihrem Leitbild „Wohnungsbau im Dienste am Menschen". Ergänzt wird die gemeinwohlorientierte Ausrichtung der GSW durch eine nachhaltige und vorausschauende Unternehmensführung, die den dauerhaften Unternehmensfortbestand sicherstellt. Diese gelungene Symbiose aus Tradition und modernem Immobilienmanagement bildet auch nach 75 Jahren die Grundlage für den dauerhaften Erfolg der GSW. 


Im Bereich der Regierungspräsidien

und Verwaltungsbezirke:



Tübingen = 6.223 WE/PP/GE

Freiburg = 1.472 WE/GE

Karlsruhe = 619 WE/PP/GE

Stuttgart = 195 WE/GE

Schwaben = 181 WE

Halle = 472 WE

Berlin = 124 WE/GE

Gesamtbauleistung 1949 - 2023

Schwaben = 181 WE

Halle = 472 WE

Berlin = 124 WE/GE

Gesamtbauleistung 1949 - 2023

Im Bereich der Regierungspräsidien und Verwaltungsbezirke:


Tübingen= 6.223 WE/PP/GE

Freiburg = 1.472 WE/GE

Karlsruhe = 619 WE/PP/GE

Stuttgart = 195 WE/GE

Aktuelle Baumaßnahmen

Modernisierungsmaßnahmen

Im Bereich der Regierungspräsidien

und Verwaltungsbezirke:



Tübingen = 6.223 WE/PP/GE

Freiburg = 1.472 WE/GE

Karlsruhe = 619 WE/PP/GE

Stuttgart = 195 WE/GE

Schwaben = 181 WE

Halle = 472 WE

Berlin = 124 WE/GE

Gesamtbauleistung 1949 - 2023

Schwaben = 181 WE

Halle = 472 WE

Berlin = 124 WE/GE

Gesamtbauleistung 1949 - 2023

Im Bereich der Regierungspräsidien und Verwaltungsbezirke:


Tübingen= 6.223 WE/PP/GE

Freiburg = 1.472 WE/GE

Karlsruhe = 619 WE/PP/GE

Stuttgart = 195 WE/GE

Aktuelle Baumaßnahmen

Modernisierungsmaßnahmen


1.3 Kennzahlen


1.4 Organe der Gesellschaft

Jürgen Neumeister

VdK-Bezirksverbandsvorsitzender, Reutlingen

Vorsitzender des Bauausschusses


Klaus-Martin Weih

Stv. VdK-Landesverbandsgeschäftsführer, Waldkirch

Mitglied des Bau- und Prüfungsausschusses


Geschäftsführer

Roy Lilienthal

Herdwangen-Schönach


Gesellschafter

Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V.

Sitz Stuttgart 

Johannesstraße 22, 70176 Stuttgart

Aufsichtsrat

Hans-Josef Hotz

VdK-Landesverbandsvorsitzender, Mühlhausen im Kraichgau

Vorsitzender


Thomas Schärer

VdK-Landesverbandsgeschäftsführer, Sigmaringen

Stellvertreter des Vorsitzenden


Sandra Hertha

Stv. VdK-Landesverbandsgeschäftsführerin, Gomaringen

Schriftführerin


Manfred Brüssel

VdK-Kreisverbandsvorsitzender, Tübingen

Mitglied des Prüfungsausschusses


Bernhard Gschwender

Nußloch

Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Mitglied des Bauausschusses

Jürgen Neumeister

VdK-Bezirksverbandsvorsitzender, Reutlingen

Vorsitzender des Bauausschusses


Klaus-Martin Weih

Stv. VdK-Landesverbandsgeschäftsführer, Waldkirch

Mitglied des Bau- und Prüfungsausschusses


Geschäftsführer

Roy Lilienthal

Herdwangen-Schönach


Gesellschafter

Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V.

Sitz Stuttgart 

Johannesstraße 22, 70176 Stuttgart

Aufsichtsrat


Hans-Josef Hotz

VdK-Landesverbandsvorsitzender, Mühlhausen im Kraichgau

Vorsitzender


Thomas Schärer

VdK-Landesverbandsgeschäftsführer, Sigmaringen

Stellvertreter des Vorsitzenden


Sandra Hertha

Stv. VdK-Landesverbandsgeschäftsführerin, Gomaringen

Schriftführerin


Manfred Brüssel

VdK-Kreisverbandsvorsitzender, Tübingen

Mitglied des Prüfungsausschusses


Bernhard Gschwender

Nußloch

Stv. VdK-Landesverbandsgeschäftsführer,

Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Mitglied des Bauausschusses

beim Verband der Immobilienverwalter Baden-Württemberg e. V., Bietigheim-Bissingen

beim Deutschen Volksheimstättenwerk e. V., Bonn

beim vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Stuttgart

beim GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Berlin

beim BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V., Berlin

beim BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg e. V., Stuttgart

bei der LABEWO – Landesarbeitsgemeinschaft ambulant betreuter Wohngemeinschaften Baden-Württemberg e. V. V. i. S. d. P., Herdwangen-Schönach

Die GSW ist Mitglied

bei der Deutschen Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS) e. V., Köln

beim DigiWoh Kompetenzzentrum Digitalisierung Wohnungswirtschaft e. V., Berlin

bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben, Weingarten

Sitz und Anschrift

GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH,

 – Bauträgerunternehmen des VdK –


Sitz Sigmaringen

Leopoldplatz 1, 72488 Sigmaringen 


Telefon (07571) 724-0

Telefax (07571) 724-164

info@gsw-sigmaringen.de

www.gsw-sigmaringen.de

Gründung 25.06.1949
Eintragung in das Handelsregister (HRB 710002) 02.08.1949
Anerkennung als gemeinnütziges Wohnungsunternehmen 20.08.1949
Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister (HRB 710002) nach Wegfall des Wohnungsgemeinnützigkeitsrechts 07.02.1990
Zulassung als Betreuungsunternehmen 03.07.1996
Zulassung als Wohnimmobilienverwalter 08.04.2019

beim Verband der Immobilienverwalter Baden-Württemberg e. V., Bietigheim-Bissingen

beim Deutschen Volksheimstättenwerk e. V., Bonn

beim vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Stuttgart

beim GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Berlin

beim BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V., Berlin

beim BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg e. V., Stuttgart

bei der LABEWO – Landesarbeitsgemeinschaft ambulant betreuter Wohngemeinschaften Baden-Württemberg e. V. V. i. S. d. P., Herdwangen-Schönach

Die GSW ist Mitglied

bei der Deutschen Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS) e. V., Köln

beim DigiWoh Kompetenzzentrum Digitalisierung Wohnungswirtschaft e. V., Berlin

bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben, Weingarten

Sitz und Anschrift

GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau
Baden-Württemberg mbH,

 – Bauträgerunternehmen des VdK –



Sitz Sigmaringen

Leopoldplatz 1, 72488 Sigmaringen 



Telefon (07571) 724-0

Telefax (07571) 724-164

info@gsw-sigmaringen.de

www.gsw-sigmaringen.de


Gründung 25.06.1949
Eintragung in das Handelsregister (HRB 710002) 02.08.1949
Anerkennung als gemeinnütziges Wohnungsunternehmen 20.08.1949
Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister (HRB 710002) nach Wegfall des Wohnungsgemeinnützigkeitsrechts 07.02.1990
Zulassung als Betreuungsunternehmen 03.07.1996
Zulassung als Wohnimmobilienverwalter 08.04.2019
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