Malawi erlebt eine rasante Urbanisierung. So hat sich allein in der Hauptstadt Lilongwe die Einwohnerzahl in den vergangenen 30 Jahren fast verfünffacht. Der starke Bevölkerungsanstieg, die schwachen Entwicklungsperspektiven des ländlichen Raums sowie die Zunahme an existenzgefährdenden Krisen infolge des Klimawandels sind einige Ursachen hierfür. Viele Menschen verlassen ihre Heimat auf dem Land und lassen sich in den informellen Siedlungen am Rand der Städte nieder. In den Slumgebieten der Hauptstadt Lilongwe leben die Menschen in extrem einfachen und menschenunwürdigen Wohnverhältnissen. Bei Starkregen stürzen die Lehmhäuser immer wieder in Teilen zusammen, ganze Straßenzüge stehen unter Wasser. Den Menschen fehlen die finanziellen Möglichkeiten, sich aus dieser prekären Lebenssituation zu befreien. Die GSW hat die DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e. V. anlässlich ihres 75-jährigen Jubiläums bei einem Projekt unterstützt, das die Lebensbedingungen von etwa 7.000 Slumbewohnern dauerhaft und umfassend verbessern möchte. Die Spende der GSW ermöglicht den Bau von zwei neuen Häusern sowie die Renovierung von weiteren 50 Gebäuden. Ein weiteres Ziel des Projektes ist, erstmals eine Wohnungsgenossenschaft zu gründen.
Mehr Infos auf deswos.de/projekte/gesundheit/slumgebiete-malawi